• Susanne

Der richtige Umgang mit der Sonne

Aktualisiert: Apr 8





Der Frühling hält Einzug und wir verbringen naturgemäß – sofern es die Situation erlaubt (!) - vermehrt Zeit an der frischen Luft. So verständlich es ist, diesem Bedürfnis nachkommen zu wollen, sollten wir darüber den adäquaten Sonnenschutz nicht vergessen.

Diesem wird häufig nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt!

Grundsätzlich bringt ein moderater Umgang mit der Sonne vielerlei positive Effekte mit sich. Wie bei so vielem, ist auch hier die Dosis entscheidend!

Wie wirkt sich die UV-Strahlung auf die Haut aus?

Die UV-Strahlung befähigt unsere Haut dazu, ihren eigenen, natürlichen Schutz aufzubauen. Das Hautpigment Melanin, legt sich als „Schutzkappe“ über den Zellkern und führt zur Bräunung der Haut (UV-B-Strahlen).

Zusätzlich bildet sich die sogenannte Lichtschwiele, als Reaktion auf eine intensive UV- Bestrahlung. Daran beteiligt sind sowohl UV-A-, als auch UV-B-Strahlen. Das heißt, die Hornschicht verdickt sich, und dient als weitere Schutzfunktion der Haut.

Doch Vorsicht: Dieser Mechanismus ersetzt in keinster Weise die Verwendung eines Lichtschutzfaktors, der unerlässlich ist, um seine Gesundheit nicht zu gefährden!


Die Stärkung des Immunsystems, Anregung der Vitamin-D-Synthese, sowie heilungsfördernde und stimmungsaufhellende Effekte, verdeutlichen zudem, welche überaus wichtige Rolle die Sonnenenergie für die Gesundheit spielt.

Jedoch ist ausdrücklich zu erwähnen, dass sich diese zuträglichen Auswirkungen lediglich bei wohl dosiertem „Sonnenkonsum“ einstellen!

Umgekehrt wird die UV-Strahlung - bei unzureichendem Schutz und unachtsamen Umgang - rasch zur Gefahr! Es gilt ernsteren, langfristigen Schäden, wie in erster Linie Hautkrebs, sowie vorzeitiger Hautalterung entgegen zu wirken und akute Schäden, wie beispielsweise Sonnenbrände, zu vermeiden.

Es wird unterschieden zwischen den langwelligen UV-A-Strahlen und den kurzwelligeren UV-B- Strahlen. Diese Strahlung wird von der Haut absorbiert und bewirkt vielfältige Veränderungen. Besonders bei permanenter UV-Belastung, kann die Haut enormen Schaden nehmen.

Umso wichtiger ist es zu wissen, wie sich diese negativen Auswirkungen eindämmen lassen.

UV-A-Strahlen Diese dringen tiefer in die Haut ein. Die Entstehung freier Radikale und die Schädigung der Kollagenstrukturen, beschleunigen die Hautalterung. Infolge von DNA-Schäden besteht ein ernst zu nehmendes Risiko für spezielle Hautkrebsarten.


UV-B-Strahlen Diese dringen weniger tief in die Haut ein, verursachen im Übermaß einen Sonnenbrand und erhöhen das Hautkrebsrisiko. Geringe Dosen an UV-B-Strahlung fördern indessen die Bildung von Vitamin D, welches unerlässlich für unsere Gesundheit ist.

UV-C-Strahlen Die Wellenlänge der UV-C-Strahlung bewegt sich im Bereich unter 290 Nanometern. Selbst im Sommer ist diese Strahlung in unseren Breitengraden kaum nachweisbar.

Wie kann ich mich nun optimal vor der UV-Belastung schützen?

Ausnahmslos bestimmt der individuelle Hauttyp darüber, wie lichtempfindlich eine Person ist.

Es gibt sechs verschiedene Hauttypen, die sich in ihrer Eigenschutzzeit maßgeblich unterscheiden. Ein Hauttypentest nach dem amerikanischen Dermatologen, Thomas Fitzpatrick, gibt Aufschluss über die individuelle Klassifikation. Eine sonnenempfindliche Haut hat z.B. einen Eigenschutz von 5 – 10 Minuten. Zusammen mit dem geeigneten Lichtschutzfaktor, ergibt sich zumindest ein theoretischer Wert, der aussagt, wie lange man sich der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu erleiden.

Dennoch sollte diese Zeitspanne nicht ausgereizt werden, denn Hautschäden entstehen bereits vor Entstehung eines Sonnenbrandes.

Unter Berücksichtigung des UV-Index, lokaler Faktoren, der Tageszeit, hoher Strahlenreflexion durch Wasser, Sand oder Schnee, sowie der Wetterlage, lässt sich ein gesunder Umgang mit der Sonne ableiten.

Außerdem gilt es zu prüfen, ob durch eine etwaige Medikamenteneinnahme, Verwendung von Kosmetika, Hautkrankheiten oder eine Überempfindlichkeit gegenüber Sonnenschutzmitteln, mit einer zusätzlichen Lichtempfindlichkeit zu rechnen ist.

All dies nimmt Einfluss auf die Wahl des Lichtschutzfaktors und das Verhalten im Freien! Weitere sinnvolle Schutzmaßnahmen sind:

  • Aufenthalte im Schatten.

  • Kleidung, Sonnenhut, Kopfbedeckung

  • Das Tragen einer hochwertigen Sonnenbrille, die ausreichend Schutz bietet.

  • Beachtung des oben erwähnten UV-Index, der Auskunft über die UV-Belastung und somit die Sonnenbrandgefahr gibt. Dieser ist problemlos in Ihrer „Wetter-App“ einsehbar.

  • Die Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors: In ausreichender Dosierung aufgetragen, um den Schutz zu gewährleisten. Es sollte eine Menge von etwa 3-4 gehäuften Esslöffeln verwendet werden. Alle 2 Stunden nachcremen, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Dies bedeutet nicht, dass sich die Aufenthaltsdauer in der Sonne verlängert.


Abschließend möchte ich auf die zentrale Rolle des Vitamin D eingehen, das unter anderem zur Knochengesundheit beiträgt und die Immunfunktion unterstützt. Heutzutage ist eine ausreichende, natürliche Vitamin D-Versorgung, aufgrund unseres modernen Lebensstils kaum machbar. Die Aktivierung der Vitamin D-Synthese, geschieht größtenteils über eine ausreichende Sonneneinstrahlung. Es gibt zwar Lebensmittel, die Vitamin D in geringen Mengen enthalten, die Versorgung allerdings nur unzureichend decken können. Somit ist es durchaus angeraten, den Vitamin D-Status beizeiten von Ihrem Hausarzt bestimmen zu lassen, um ggf. bedarfsgerecht zu supplementieren.

Unter Berücksichtigung all dieser Informationen, lässt sich feststellen, dass wir – in gewissem Maße – unsere (Haut)-Gesundheit selber in der Hand haben und danach sollten wir handeln.

Ich freue mich, wenn der Artikel hilfreich für Sie war und ich Sie für einen klügeren Umgang mit der Sonne inspirieren konnte.

Herzlichst, Susanne Westermann



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